Dienstag, 21. Februar 2012

Kein Fasching ohne Krapfen

Nein, das geht ja gar nicht! 
Auch wenn man hier im hohen Norden so gut wie gar nichts davon merkt, dass heute die fünfte Jahreszeit beendet wird, so musste ich uns gestern doch ein wenig in Karnevalslaune bringen.


Für mich als Österreicherin findet ja eigentlich heute der Höhepunkt der Narrenzeit statt. Trotzdem durfte auch ich gestern schon meinen Krapfen verspeisen (ok, es ist auch für heute noch einer übrig ;o) ).

Die restlichen Krapfen (oder für alle Deuschen: "Berliner") beglücken heute hoffentlich die Arbeitskollegen meines Mannes. Hach, haben die ein Glück, dass ich so gerne vorm Backofen stehe. Na gut, diesmal war es die Herdplatte.^^

Zufällig passt es auch gerade, dass Barbara auf ihrem Blog "Barbaras Spielwiese" ein Rezept für die 5. Jahreszeit sucht. Da machen wir doch glatt mit, oder? :o)


Meine Germteiggebilde haben zwar noch recht wenig Ähnlichkeit mit richtigen Faschingskrapfen und richtige "Krapfenbäurinnen" lachen sich vermutlich krumm, wenn sie meine Fotos sehen, aber hey, es ist Fasching - da darf gelacht werden.
Nachdem das mit dem weißen Rand nicht so wirklich gelungen ist, musste ich eben nachträglich einen kreieren - mit Hilfe der Füllung: Einer leckeren Vanillecreme aus Pudding, weißer Schokolade, Eierlikör, Joghurt und Sahne (und ein paar Blatt Gelatine). Also alles, was ich grade so im Haus gefunden hatte.

Außerdem hat mich gestern echt das Pech verfolgt:
Grade als ich den Hefeteig fertig geknetet hatte und er am Aufgehen war, war plötzlich der Strom weg!
 Na gut, dachte ich: Ab zum Stromkasten und den FI-Schalter geprüft.. alles ok. Also war wohl die Baustelle nebenan Schuld. Toll.
Ende der Geschichte: Ich stand fast 2 1/2 Stunden ohne Saft da und hab meinen Hefeteig gefühlte 17x wieder niedergeschlagen. Er lief mir schon fast davon! Da wird die stromlose Zeit wirklich zur Ewigkeit.
Am Ende kam der Strom dann doch zum Glück irgendwann wieder, wie ihr ja seht. ;o)


Und weil sie - abgesehen von der Optik ("Es liegt nicht an dir, es liegt an mir.") - richtig gut schmecken, poste ich euch mein Rezept...

Faschingskrapfen
  • 500g Mehl
  • 30g Hefe
  • 225-250ml Milch
  • 4 Eigelb
  • 60g Zucker
  • 60g Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 guter Schuss Rum
  • Marillenmarmelade

Zuerst ein Dampfl zubereiten: Dazu das Mehl in einer Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken.
Die Hefe hineinbröckeln und mit etwas lauwarmer Milch und Zucker glatt rühren. Diese Gärprobe etwa 15 Minuten gehen lassen.
Aus dem Dampfl mit den restlichen Zutaten einen Hefeteig herstellen und gut durchkneten (es dürfen die Hände benutzt werden!). Er soll schön geschmeidig sein und sich vom Rand lösen. Eventuell noch einen Schuss Milch oder ein wenig Mehl unterkneten bis die Konsistenz stimmt. 
Den Teig an einem warmen Ort ca. 30 Min. gehen lassen bis er sich verdoppelt hat.

Gleichgrosse Stücke (bei mir waren es diesmal 12 Stk.) abstechen und diese mit bemehlten Händen zu Bällchen formen. Nochmals ca. 20 Min. gehen lassen bis sie sich größentechnisch wieder verdoppelt haben.

Frittierfett auf 170°C erhitzen. Gut kann man die Temperatur kontrollieren, indem man den Stiel eines Holzlöffels ins heiße Öl hällt. Steigen kleine Bläschen herum auf, ist das Öl heiß genug.
Beim Herausbacken die Krapfen immer mit der oberen Seite zuerst vorsichtig ins Fett gleiten lassen. Dann den Topf mit einem Deckel verschließen. Nach ca. 3 Minute wenden und bei offenem Topf weitere 3 Minuten herausbacken bis sie goldgelb sind.

Auskühlen lassen und klassisch mit Marillenmarmelade füllen, oder - so wie ich - der Kreativität freien Lauf lassen und eine Vanille-, Schokolade-, Eierlikör-, Was-auch-immer-Creme zubereiten und den Hefeteig damit füllen.

Am Ende natürlich noch mit Puderzucker bestäuben.
Und bei Marmeladekrapfen immer drauf achten, auch als erstes ins Loch zu beißen. ;o)

Schönen Faschingsdienstag und 
süße Grüße aus der Küche!



Kommentare:

  1. In einen echten Faschingskrapfen gehört IMMER Marillenmarmelade.
    Unterm Jahr schmecken sie natürlich auch super mit Vanille oder so.
    Ab heute werden sie für die nächsten 40 Tage (Sonntage ausgenommen!!!) von der Speisekarte gestrichen - Fastenzeit.
    Oder sollen wir sie heute mit Fisch füllen ;))

    Mäusezähnchen

    AntwortenLöschen
  2. Hihi, ja stimmt. Krapfen mit Marillenmarmelade = Faschingskrapfen. :o)

    Mit Fisch füllen... Interessante Idee.
    Also so ein Krapfen aus pikantem Hefeteig, gefüllt mit einem Räucherforellenmousse... das könnte schon was wereden... *überleg*

    AntwortenLöschen
  3. Wenn du das so sagst.....
    könnte doch mehr als ein Scherz sein.
    Und würde für heute passen.

    AntwortenLöschen
  4. Das nenne ich kreativ - und mit der Füllung bestimmt doppelt so lecker! :-)

    Danke fürs Mitmachen!

    AntwortenLöschen