Sonntag, 12. Mai 2013

Kleines Back-1x1 - heute: Sachertorte

Wer an Österreich und seine süßen Schleckereien denkt, muss unwiderruflich an die klassische, schokoladige wiener Sachertorte denken. Sie gehört einfach wie der Apfelstrudel und die Mozartkugeln zur heimatlichen Süßspeisenwelt.


Dazu kommt, dass ihr immer wieder in meinen Blogbeiträgen lest, dass sich unter meinen Motivtorten eben oben genannte Sachertorte verbirgt.
Also will ich den Muttertag zum Anlass nehmen, euch in die tiefen Geheimnisse meiner Sachertorte einzuweihen...


Das sagt Wikipedia dazu...

>> Die Sachertorte ist eine Schokoladentorte mit Marillenmarmelade und Schokoladenglasur. Sie gilt als eine Spezialität der Wiener Küche. Als diese ist sie im Register der Traditionellen Lebensmittel eingetragen. 
... Vorläufer der Sachertorte finden sich bereits im 18. Jahrhundert, etwa in Conrad Haggers Kochbuch (1718) oder in Gartler-Hickmanns „Wienerischem bewährtem Kochbuch“ (1749).
Die Geschichte der eigentlichen Sachertorte beginnt, als Fürst Metternich seine Hofküche im Jahr 1832 beauftragte, für sich und seine hochrangigen Gäste ein besonderes Dessert zu kreieren. „Dass er mir aber keine Schand’ macht, heut Abend!“ sagte er. Doch der Chefkoch war krank und so musste der 16-jährige Bursche Franz Sacher (1816–1907), damals Lehrling im zweiten Jahr, die Aufgabe übernehmen und erfand die Grundform der Sachertorte. ... Die Sachertorte wurde zunächst beim Demel und dann auch im von Eduard Sacher im Jahre 1876 gegründeten Hotel Sacher angeboten. Seither gilt die Torte als eine der berühmtesten kulinarischen Spezialitäten Wiens. <<


Und so mache ich sie... 
  • 200g Zartbitter-Schokolade
  • 7 Eier
  • 200g Zucker
  • 200g Butter
  • 200g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 3 TL Kakao
  • event. 1kl. TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 2 Schuss Rum
  • Marillenmarmelade
  • Dunkle Kuvertüre


Die Schokolade hacken und im Wasserbad schmelzen. Vorsicht dass sie nicht zu heiß wird und dass auf keinen Fall Wasser zur Schokolade gelangt! Etwas abkühlen lassen.


Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise Salz zu festem Schnee schlagen.

Butter mit Zucker schaumig schlagen und nach und nach die Eidotter unterrühren. Anschließend die Schokolade und einen Schuss Rum langsam einrinnen lassen und gut verrühren.


Das Mehl mit dem Backpulver und dem Kakao mischen. Wenn man möchte, kann man noch einen schwachen TL Zimt (oder für einen "winterlichen" Geschmack auch Kardamom, Muskat, Lebkuchengewürz, Ingwer,...) dazu geben.

Eine Tortenform mit Butter ausstreichen und bemehlen.
Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Nun einen Teil des Eischnees auf die Schokoladenmasse kippen, einen Teil Mehlgemisch auf den Eischnee und das Ganze vorsichtig unterheben. Diesen Vorgang so oft wiederholen, bis alle Massen miteinander vermischt sind (etwa 2-3 Mal).

Den Teig gleichmäßig in der Tortenform verteilen und anschließend etwa 45min auf mittlerer Schiene backen.

Klassisch wird die Sachertorte mit Marillenmarmelade (Aprikosenmarmelade) gefüllt. Natürlich kann man auch jede andere Marmelade oder Creme als Füllung verwenden.
Dazu die Marmelade mit ein wenig Rum erhitzen und durch ein Sieb streichen, damit keine Klümpchen mehr darin sind. Den ausgekühlten Kuchenboden zweimal horizontal auseinander schneiden. Etwas 3-4 EL Marmelade auf dem ersten Boden verstreichen, den Zweiten darauf setzen. So auch mit den restlichen Böden verfahren.
Mit der übrigen Marmelade die Torte außen rum glatt einstreichen und anschließend kalt stellen.



Die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und eventuell mit ein wenig Kakaobutter oder Sahne verflüssigen (alternativ dazu eignet sich natürlich auch fertige Schokoladenglasur sehr gut dafür).
Die gekühlte Torte auf ein Backgitter stellen; darunter einen Bogen Backtrennpapier legen. So kann die Schokolade, die von der Torte runter rinnt gut aufgefangen und wieder verwendet werden.
Dann die flüssige Schokolade möglichst in einem Zug gleichmäßig auf der Tortenoberfläche verteilen und über den Rand laufen lassen. Für die Seitenflächen mit einem glatten Messer oder einer Palette etwas nachhelfen. Durch leichtes drehen und kippen der Torte kann man die Schokolade schön gleichmäßig verteilen.
Dabei ist ein wenig Übung angesagt.


Um die Sachertorte weiter für eine Motivtorte mit Fondantdecke zu verwenden, empfehle ich statt der Schokoladeglasur die Torte mit dunkler Schokoladeganache einzustreichen. 

Eine Sachertorte sollte mindestens drei Tage lang durchziehen (und kann auch ohne Bedenken eine Woche lang ruhen), damit sie schön saftig wird. Also ruhig schon ein paar Tage vor dem Verzehr backen und aprikotisieren.



 Gutes Gelingen!

Ich wünsche allen Muttis da draußen - aber natürlich ganz besonders meiner - einen schönen Muttertag!!!

Süße Grüße aus der Küche!



Kommentare:

  1. Danke !!!
    Ich bin eine glückliche Mutter von 4 (Erwachsenen) Kindern.
    Ich geniese das ganze Jahr jede gemeinsame Minute mit ihnen.
    Bin stolz so liebe Kinder zu haben.
    Danke!
    lg
    Mama

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  2. Ohh... die sieht aber lecker aus... ich wollte so eine schon immer mal machen, aber jetzt muss ich mir das gleich für diese Woche vornehmen^^ lecker lecker

    viele liebe Grüße,
    Christin

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  3. Lecker schmecker!!!
    Und so schön.

    Mäusezähnchen

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