Mittwoch, 27. März 2013

Bastelstunde: Tiara

Eines der beliebtesten Dekorationselemente bei jungen Damen ist die Tiara (oder Diadem, Krone,...).
Eines der größten Probleme für die meisten Zuckerbäckerinnen ist das Icing.


Dabei ist es gar nicht schwierig, wenn man seine Scheu davor überwunden hat.
Für alle "Mutigen" gibt es hier die Anleitung dazu, wie diese bezaubernden, filigranen Zuckerwerke hergestellt werden können...


Zuerst braucht man eine Vorlage, wie das Schaustück am Ende aussehen soll.
Entweder werdet ihr selbst kreativ und lässt eurer Fantasie freien Lauf, oder ihr durchstöbert das Internet nach Ideen. Achtet aber darauf, dass je filigraner euer Motiv ist, desto zerbrechlicher ist es auch.

Ich selbst habe den "einfachen" Weg gewählt und mir ein Motiv (Tiara Nr. 1) aus dem Web ausgedruckt. Hier ein paar Vorlagen für euch:

Sucht eucht einen passend gebogenen Gegenstand, um den ihr eure Vorlage legen könnt und fixiert sie mit Klebeband. Darüber legt ihr eine glatte Folie (z.B. ein Stück Cellophan) und befestigt diese abermals. Eure Folie müsst ihr dann - ganz wichtig! - mit ein wenig Kakaobutter oder Kokosfett einstrechen, damit sich euer Icing später besser löst.
Bei meiner ersten Krone habe ich auf diesen Punkt vergessen und prompt ist sie mir beim Lösen der Folie in 100 Einzelteile zerbrochen.


Dann geht's auch schon an den Spritzbeutel.
Fahrt die Konturen mit eurer Eiweißmasse nach. Achtet dabei darauf, dass sich eure Schnörkel und Lilien immer wieder berühren - das bringt Stabilität.
Wenn ihr alles Nachgefahren habt, lasst eurer Stück mindestens 2 Stunden trocknen.
Danach wiederholt ihr diese Arbeit noch einmal. Das heißt, ihr habt danach euer Muster doppelt gespritzt vor euch liegen. Beim zweiten Durchgang könnt ihr auch an der Gestaltung ein wenig feilen. Wie wäre es zum Beispiel, einige Linien durch eng aneinander gesetzte Punkte zu ersetzten?

Die Tiara sollte dann richtig durchhärten. Also am besten über Nacht stehen lassen.


Wenn euer Stück getrocknet ist, geht es an die farbliche Gestaltung. Versucht beim Bemalen möglichst wenig Flüssigkeit aufzubringen, also die Farbe eher trocken als nass zu halten. 
Schöner wird es, wenn nur die oberste Schickt Icing bemalt wird - es wirkt filigraner als wenn ihr vollflächig malt. Dass später das weiße Icing durch blitzt stört nicht.


Ihr könntet eure Tiara dann noch weiter gestalten, indem ihr z.B. kleine Zuckerdiamanten aufklebt, noch ein wenig bunter Glitzer auftragt oder mit farbingen Icing noch Akzente setzt.

Euer bemaltes Stück solltet ihr dann noch mal gut trocknen lassen. Ausgehärtetes Icing ist wesentlich stabiler als frisch angetrocknetes.

Dann kommt der heikelste Punkt: Das Lösen von der Folie.
Entfernt die Klebestreifen und zieht euer Werkstück samt Folie vorsichtig vom Papier. Danach ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt, indem ihr die Folie langsam vom Icing löst.

Sollte euch doch ein Stück abbrechen, ist das aber auch keine Tragik. Mit ein wenig Icing lässt es sich ganz einfach auf der Rückseite euer Krone kleben. Es wird absolut keinem auffallen (oder entdeckt ihr bei meiner Tiara etwa Klebestellen? ;o) ).


Ihr seht also: Das größte Geheimnis bei der Herstellung einer Tiara ist die Zeit.

Ich hoffe euch mit dieser Anleitung ein wenig die Angst vor Icingarbeiten genommen zu haben.
Und natürlich würde ich mich freuen, ein Bild von eurem Kunstwerk sehen zu dürfen!

Viel Spaß beim Nachmachen
und
süße Grüße aus der Küche!

Kommentare:

  1. Vielen Dank für die tolle Anleitung!
    LG Simone

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  2. Das ist das einzige, was noch von der Torte übrig ist. Bin gespannt, ob sie so lange überliebt wie Lillifee.

    Mäusezähnchen

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  3. Eine tolle Idee für eine kleine Prinzessin!! Sieht total echt aus!! Und die Torte dazu ist auch echt schön geworden!!

    Glg Viki

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  4. Heute ist die Tiara leider gebrochen :(
    Schaaaaade :(
    Aber es kommt ganz sicher wieder ein neues Kunstwerkt.

    Mäusezähnchen

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